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Hans - eine kleine Geschichte vom Glück

01.07.2019


Hans - eine kleine Geschichte vom Glück


Bei dem Ausstellungs- und Buchprojekt "Hans - eine kleine Geschichte vom Glück" handelt es sich um ein fotografisches Portrait eines über achtzigjährigen Bauern, der bereits sein ganzes Leben auf dem elterlichen Hof wohnt und dem Wandel der Zeit trotzt.

Beim Hans ist nichts gerade. Nichts ist eben. Nichts ist glatt. Nirgends ist da ein rechter Winkel.

Soweit er noch kann, kümmert sich der Hans, dass alles so bleibt, wie es sein soll. Er räumt auf. Er richtet die Sachen wieder her, die er noch braucht.

In meinen Augen wirkt er dabei irgendwie glücklich. Obwohl glücklich vielleicht nicht das richtige Wort dafür ist. Er wirkt zufrieden - zufrieden mit dem wie es für Ihn gekommen ist. Und er nimmt das was daher kommt mit einem Augenzwinkern. Obwohl es ihm dazwischen gesundheitlich nicht immer gut ergeht, hat er seinen Humor und Lebensmut nicht verloren.

(aus der persönlichen Beschreibung von Stefan Winklhöfer)

Hans - eine klene Geschichte vom Glück 1



Vor einigen Jahren hat der in Regensburg geborene Fotograf Stefan Winkelhöfer einen alten Bauern kennengelernt, der ein ganz und gar ungewöhnliches Leben führt. Ein Mensch, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Er fragte ihn: "Hans, was ist Glück für dich?" Hans antwortete: "Woaß i net. Dass i gsund bin und bei meine Viecher im Stall sei derf!" So viel Bescheidenheit, so wenig Ansprüche ans Leben, so viel Zufriedenheit, so wenig Enttäuschung, obwohl der Hans wahrlich kein leichtes Leben hinter sich hat - das hat Winkelhöfer schwer beeindruckt.

Er begann beim Hans zu fotografieren und dokumentierte den Alltag des Hans in Schwarzweiß-Aufnahmen, für die er sich fünf Jahre Zeit nahm. Immer wieder hielt er ein Stück seines Lebens in Bildern fest. Auf diese Weise schuf er ein sehr persönliches Porträt eines Kleinbauern, der seinen Hof in seiner langen Existenz nur selten verließ. Als "Daheim-gebliebener" lebt er ein Leben, das partout nicht mehr in die moderne Zeit passen will.

Winkelhöfer wählte für seine Geschichte den Deutungsrahmen des Grimmschen Märchens "Hans im Glück", um von Dingen zu erzählen, die bald nicht mehr sein werden. Der Reichtum des Hans im Glück schwindet ja im Märchen von Mal zu Mal. Am Ende hat er alles Materielle verloren. Bar jeden Besitzes zu sein, bedeutet auch, frei zu sein. So lautete die Quintessenz der Grimmschen Geschichte.

Trotz vieler Rückschläge hat der Hans seinen Humor und Lebensmut nicht verloren. "Man kann ins Überlegen kommen, wie man mit so wenig zufrieden sein kann", sagt Winkelhöfer. Die Person des Hans hat er bewusst nicht verortet, seinen Nachnamen nicht genannt. Dieses Leben soll für sich sprechen.
(Hans Kratzer, Süddeutsche Zeitung)



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